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2.5 Arbeit mit individuellen Förderplänen
Für jeden Schüler und Schülerin unserer Schule gibt es einen individuellen Förderplan, der aus zwei Teilen besteht.
Im Teil Lernausgangslage wird der gegenwärtige Entwicklungsstand des Schülers erfasst. Dabei werden möglichst konkrete Aussagen über die Entwicklung der lebenspraktischen Fertigkeiten, der Umweltorientierung, der Wahrnehmung, des sozialen und emotionalen Verhaltens, der Denkvorgänge, der Motorik, der Sprache und Kommunikation und des Lern- und Arbeitsverhaltens getroffen. Die Aussagen über bisher erworbene Kenntnisse im Lesen/Schreiben und in Mathematik dienen auch gleichzeitig den Kursleitern als Ausgangsbasis für ihre Planung. Erfasst werden durch gründliche Beobachtung u.a. der Umgang mit Werkzeugen und Materialien, d. h. vom Schneiden von Papier über Kneten mit Ton, Schleifen von Holz oder Schälen von Kartoffeln, um nur einen kleinen Ausschnitt zu nennen. Die Arbeitsgruppe Schulentwicklung hat dazu eine schuleigene Vorlage erarbeitet, die für die Schüler aller Stufen verwendet wird. Ein Handbuch mit Hinweisen und Erläuterungen zu den einzelnen Entwicklungsmerkmalen ist Hilfe für Lehrkräfte und sichert ein einheitliches Vorgehen des Kollegiums.
Die Lernausgangslage bildet die Arbeitsgrundlage des Klassenteams, wird im laufenden Unterrichtsprozess immer wieder durch Notizen ergänzt und im Rahmen der Erarbeitung der Zeugnisse aktualisiert. Beim Übergang in eine neue Stufe bildet die Lernausgangslage dann eine gute Arbeitsgrundlage für das neue Klassenteam, das diese Dokumentation wieder fortschreibt.
Der zweite Teil des Förderplanes sind die individuellen Förderschwerpunkte, die jeweils für ein Schuljahr formuliert und in die Schülerakte aufgenommen werden. Konzentriert auf einige für die Entwicklung des Schülers wesentliche Punkte wird in Stichpunkten dargestellt, was der Schüler schon kann, was er können soll und in welchen Lernsituationen und mit welchen speziellen Angeboten dies erreicht werden soll. Dabei fließen auch Absprachen mit den Eltern oder Heimerziehern ein. Ob für das Kind z. B. neue Gebärden zur Verständigung eingeführt werden sollen, ob es lernen soll, bei Schwierigkeiten um Hilfe zu bitten oder neben dem Löffel auch die Gabel zum Essen einsetzen zu können, ob es um das bessere Lesen von Buchstabenverbindungen geht oder um Mithilfe bei der Körperpflege – entsprechend seinen individuellen Bedingungen versuchen wir die nächsten Entwicklungsschritte des Kindes zu planen und zu fördern.
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