Computerkabinet
Raumgestaltung Tag der offenen Tür Unser Schulgebäude

3. Pädagogische Schwerpunktsetzung

3.5 Öffnung der Schule nach Außen

Unser Schulleben wurde und wird durch verschiedenste Formen der Zusammenarbeit positiv beeinflusst. Gerade eine Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "geistige Entwicklung" lebt davon, sich nach außen zu öffnen, andere Menschen und Orte aufzusuchen und Partner in die Schule zu holen. Nur so können wir das Ziel der sozialen Integration vorleben, fördern und auch Berührungsängsten begegnen.

Hospitations- und Informationstag

Im November jeden Jahres führen wir seit 2009 einen Hospitations- und Informationstag an unserer Schule durch. Wir wenden uns vorrangig an Eltern und Fachleute, die vor der Entscheidung stehen, Kinder mit besonderem Förderbedarf einzuschulen und dafür den geeigneten Lernort zu finden. Im Unterricht der Klassen und in den Kursen können vielfältige Eindrücke gesammelt werden, in den Pausen steht das Kollegium zur Beratung zur Verfügung.

Partnerschaften, Kooperationen

In den 90er Jahren bestanden Partnerschaften zur Rodaschule in Herzogenrath/Nordrhein-Westfalen und über die Arbeitsgemeinschaft Tanz zu den Gesamtschulen Brück und Hille.

Seit über 10 Jahren hält eine Werkstufe engen Kontakt zur Handarbeitsgruppe der AWO Belzig. Besuche im Herbst und Frühjahr und Einladungen in die Schule zur Weihnachtszeit sind feste Tradition. Dann wird Nützliches und Schönes für alle Klassen verteilt: gestrickte Puppenkleidung, gehäkelte Bälle, Socken, Schals und Handschuhe. Die Begegnung zwischen jung und alt ist immer wieder gut zu erleben.


Mit den Grund- und weiterführenden Schulen aus Belzig und Umgebung werden auf Klassen- oder Arbeitsgemeinschaftsbasis immer wieder Projekte durchgeführt. Für alle heute im Schulhaus sichtbar die in gemeinsamer Arbeit entstandenen Kunstwerke, die der Künstler Victor Bisquolm mit Rat und Tat begleitete und die u. a. im Herbst 2005 in der Steintherme ausgestellt waren. 

Schüler der Mittelstufe und der Gesamtschule Belzig gestalten unter Anleitung von Victor Bisquolm kleine Kunstwerke


Unsere Schule ist immer wieder offen, wenn Regelklassen z. B. im Rahmen des Projektes „Toleranz durch Dialog“ einen Tag gemeinsam mit unseren Schülern lernen wollen. So verlieren die Regelschüler Berührungsängste und unsere Schüler haben viel Spaß bei den gemeinsamen Projekten. Leider ergaben sich dabei keine langfristigen Kontakte auf Klassenbasis.

Jedes Jahr im Januar wird an unserer Schule der „Tag der offenen Werkstatt““ durchgeführt. Neben Lehrkräften gestalten auch Kunsthandwerker diesen Tag. Mitarbeiter der WfbM und Schülergruppen der Belziger Gesamtschule sowie die Begegnungsstätte „Lichthof“ nehmen die Angebote des gemeinsamen Arbeitens wahr.

 Ãœber 6 Jahre arbeitete unsere Schule in 2 Sokratesprojekten mit Schulen aus England, Belgien, Norwegen, Österreich, Italien, der Slowakei und Spanien zusammen. Neben inhaltlichen Anregungen für unsere Arbeit gab es viele persönliche Kontakte, die bis heute anhalten.

Besonders zu den Schulen in der Slowakei und Österreich bestehen enge Freundschaften, Schüleraustausche z.B. auch die Teilnahme am Skilager in Österreich und gegenseitige Besuche der Lehrer finden statt.

Seit dem Schuljahr 2003/2004 bestehen enge Beziehungen zu einer Schule für geistig behinderte Kinder in Zbaszyn (Polen). Die Klassen besuchen sich gegenseitig, arbeiten und feiern zusammen.

 

 

Der Schulförderverein

Der Schulförderverein der Schule „Am Grünen Grund“ e.V. stellt sich die Aufgabe, die „Schule am Grünen Grund“ in Belzig, Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche, zu unterstützen.

Der Verein ist selbstlos tätig und hat bereits in den Jahren seiner Existenz der Schule durch vielfältige finanzielle Unterstützung geholfen, die sehr kostenintensive Bildung und Erziehung behinderter Kinder und Jugendlicher zu ermöglichen.

Als Beispiele seien folgende Anschaffungen durch den Verein genannt:

  • Wasserbett und Klangwiege für die Förderung der basalen Lernbereiche der schwerstmehrfachbehinderten Schüler
  • Brennofen für den Werkbereich „Töpferei“
  • Aufbau des 3. Werkbereiches „Druckerei“
  • Mobiler Hebelift
  • Computer für die Kurse Deutsch und Mathematik sowie für die Arbeitsgemeinschaft
  • Rhönräder und Tischtennisplatten für den Freizeitbereich
  • Technik für Foto- und Filmdokumentation zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit

Darüber hinaus werden Fahrten zu verschiedenen Vorhaben von Sport-, Schüler- und Tanzgruppen gefördert.

Über den Förderverein unterstützen uns auch viele Bürger und Gewerbetreibende mit Sach- oder Geldspenden oder Einladungen, was uns natürlich sehr freut.

 

 

Die Schulzeitung „Löwenstark“

 Zwei Mal im Jahr erscheint unsere Schulzeitung und damit ein hervorragendes Material, das Lernen und Arbeiten von Schülern mit einer geistigen Behinderung darzustellen.

Für jede Ausgabe schreiben, zeichnen und fotografieren alle Klassen für ihren Artikel. Ergänzt durch Bastelbogen, Lese- und Matheseite, Gebärdenkurs, Bildrezept, Fachartikel und Interviews u.a. entsteht die Zeitung jeweils unter Redaktion einer Ober- oder Werkstufenklasse in der schuleigenen Druckerei.

 

Besonders stolz sind wir auf den 2. Preis beim landesweiten Schülerzeitungswettbewerb, Kategorie: Förderschulen, den wir 2007 erhielten und auf den 1. Platz im Bundesschülerzeitungswettbewerb 2011 in der gleichen Kategorie.

 

 

 Der Weihnachtsmarkt

Jeweils das zweite Wochenende im Advent nutzen das Kollegium und der Schulförderverein schon traditionell zur Öffentlichkeitsarbeit mit einem Stand.

Neben vielen Informationen werden auch von den Schülern gefertigte Materialien zum Verkauf angeboten. Besonders gut kommen die Töpferware und Futterhäuser für Vögel an. Selbstverständlich wird auch die Schulzeitung verkauft.

 

 Der Schulfasching

Seit 1995 beteiligt sich der Belziger Karnevalsverein aktiv an unserem Schulfasching. Für unsere Schüler ist diese Umrahmung mit Zeremonienmeister, Tanz der Funkengarde und stattlichen Herren des Elferrates mit Kostüm und Mütze ein großes Ereignis. Traditionell wählen die Klassen vor dem Fasching ein Prinzenpaar, das stolz die Polonaise anführt.

 

 

Teilnahme an Höhepunkten der Stadt und Umgebung

Die Teilnahme, z. T. auch aktive Mitgestaltung des öffentlichen Lebens, an Höhepunkten der Stadt und der Umgebung werden nach Möglichkeit wahrgenommen. Regelmäßig ist unsere Schule Anfang Mai zum „Gleichstellungstag für Menschen mit Behinderungen“ mit einem Stand vertreten und gestaltet durch Tänze das Programm mit.

Schüler der Werkstufen fertigen für die Stadt Belzig Plaketten für den Wettbewerb  „ Bad Belzig blüht auf“

 

 

Unterrichtsgänge

Die wohl wirksamste Öffentlichkeitsarbeit wird durch die Verlagerung von Unterrichtsinhalten aus der Schule heraus erreicht. Durch die Präsens unserer Klassen in den Einkaufsstätten (Teil der Selbstversorgung) kommen viele Menschen mit uns in Kontakt. Es ist nun kein Ärgernis mehr, wenn beim Einkaufen länger gewartet werden muss, weil unsere Schüler beim Rechnen und Bezahlen mehr Zeit benötigen. Wir suchen aber auch viele andere Unterrichtsorte auf: den Imker, die Kerzenzieherei, Handwerker in ihren Werkstätten, Gaststätten, die MAZ-Redaktion und Druckerei, Theater, Kino usw.

 

Dieses Bild entstand nach einem guten Essen beim Italiener in Belzig

 

Der Tag der offenen Tür

Alle 2 Jahre wird unsere Schule geöffnet und den Belzigern und Freunden unserer Schule Gelegenheit geben, Beispiele der Arbeit der Schüler und Lehrer zu sehen und zu erleben, dass unsere Schule durch Fleiß und Kreativität ein hervorragender Lernort ist.

2005 konnte man beim Programm und dem Gang durch die Schulräume eine „Reise durch fünf Kontinente“ erleben. Im Schuljahr 2006/2007 werden wir zum Thema Märchen arbeiten und gemeinsam mit den polnischen und slowakischen Schülern Theaterstücke aufführen.

2003 wurde der „Tag der offenen Tür“ als Indianerfest begangen

Pressearbeit

Über unseren Schulalltag berichten sowohl die Klassen als auch die Schulleitung immer wieder in der örtlichen Presse. Zu den Schulfesten schauen regelmäßig die Fotografen der MAZ, der BRAWO und des Wochenspiegel vorbei. Alle Artikel sind in unserer Schulchronik gesammelt.

Auch im Funk und Fernsehen wurde schon über unsere Schule „Am Grünen Grund“ berichtet. So in einem Interview im Deutschlandsender und in der Fernsehfolge „Miteinander“.

Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen

Die Verbindung zu den entsprechenden Fachämtern (Schulverwaltungsamt, Gesundheitsamt, Sozial- und Jugendamt) erfolgt vorwiegend durch die Schulleitung. Diese schätzt die Zusammenarbeit als sehr gut ein.

Besonders zu den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes haben auch die Klassen einen sehr guten Kontakt. Mitgestaltung von Unterrichtsstunden und Unterrichtsgängen zur Problematik der Gesundheitserziehung sind immer willkommene Bereicherungen im Schulalltag.

Bei der Stadtverwaltung Belzig (obwohl nicht unserer Schulträger) finden wir jederzeit bei Problemen schnelle und unbürokratische Hilfe.

Auf dem Gebiet der Verkehrserziehung wird eng mit den Mitarbeitern der Polizei zusammengearbeitet.

Das Arbeitsamt und die Werkstatt für behinderte Menschen sind die Partner beim Übergang unserer Werkstufenschüler in das Berufsleben.

Weiterbildungen

Schulinterne Weiterbildungen werden z. T. auch für andere interessierte Menschen geöffnet, z.B. nutzen diese Angebote Eltern und Mitarbeiter des Wohnheimes in Benken sowie der WfbM.

Unsere Schule wurde vom Ministerium für Gesundheit, Soziales und Arbeit sowie vom MBJS als Ausbildungsstätte anerkannt. Jährlich arbeiten Praktikanten mit uns gemeinsam und lernen so die Arbeit mit geistig behinderten Schülern kennen.

Hospitationsmöglichkeiten von Kollegen und Kolleginnen anderer Schulen für geistig Behinderte werden nach wie vor gern genutzt, wobei besonders das Kurskonzept unserer Arbeit mit den schwerstbehinderten Schülern im Mittelpunkt des Interesses steht.

Im Mai 2007 gestaltet unsere Schule erstmals den „Marktplatz der sonderpädagogischen Möglichkeiten“. Kollegen der Schulen aus den Schulamtsbereichen Brandenburg an der Havel und Teltow-Fläming und künftige Kollegen aus dem Studienseminar Bernau können bei uns hospitieren und sich über die Arbeit an verschiedenen von ihnen mitgestalteten Ständen informieren.

 Aus der Einladung zur Fortbildung:

Wir geben Ihnen die Möglichkeit in folgenden Bereichen den Unterricht zu erleben:

  • Werkbereich Holz
  • Werkbereich Ton
  • Werkbereich Textil
  • Werkbereich Druckerei
  • Basaler Kursunterricht für schwerstbehinderte Schüler
  • Motopädagogik
  • Literaturprojekte in der Mittelstufe
  • Freiarbeit in den Eingangs- und Unterstufen
  • Musik und Tanz als klassenübergreifender Unterricht der Oberstufen
  • Kursarbeit Deutsch
  • Kursarbeit Mathe